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Lokale KI oder Cloud-KI: Was passt zu Ihrem Unternehmen?

Verträge prüfen, Dokumente auswerten, Meetings transkribieren: Lokale KI erledigt diese Aufgaben, ohne Ihre Inhalte an einen Cloud-KI-Anbieter zu senden.

MYNA · 17. Oktober 2026 · Quellen und Anbieterangaben geprüft

Lokal oder Cloud: Wo landen Ihre Daten?

Lokale KI verarbeitet Ihre Fragen und Dateien auf einem Rechner in Ihrem Unternehmen. Bei Cloud-KI gehen diese Inhalte über das Internet an einen Anbieter. Dort wird die Antwort berechnet.

Ein lokal betriebenes Sprachmodell heisst auch Local LLM. Es kann Texte zusammenfassen, Fragen zu Dokumenten beantworten und Entwürfe schreiben. Auch ein Cloud-Server in der Schweiz bleibt ein externer Dienst.

So sieht der Datenweg aus

Lokal

  1. Ihre FrageMit freigegebenen Daten
  2. Ihr KI-RechnerVerarbeitung vor Ort
  3. Ihre AntwortZurück an Ihr Team

Cloud

  1. Ihre FrageÜber das Internet
  2. Externer AnbieterVerarbeitung beim Dienst
  3. Ihre AntwortZurück an Ihr Team
Vereinfachter Datenweg: Verarbeitung im eigenen Unternehmen oder bei einem Cloud-Anbieter.

Die Vorteile lokaler KI

  • Vertrauliche Inhalte bleiben im Betrieb. Sie können Verträge, Kalkulationen und interne Berichte auswerten, ohne sie an einen Cloud-KI-Anbieter zu senden.
  • Sie kontrollieren den Zugriff. Ihr Unternehmen legt fest, wer welche Dokumente und Ergebnisse nutzen darf.
  • Kein Upload für fremdes Modelltraining. Ihre Eingaben gelangen bei lokaler Verarbeitung nicht zu einem Cloud-Anbieter.
  • Mehr Kontrolle über den Betrieb. Sie bestimmen, wann Modelle aktualisiert und gespeicherte Inhalte gelöscht werden.

Dafür braucht es geeignete Hardware, Einrichtung und Wartung. MYNA übernimmt die Einrichtung und stimmt Modell und Leistung auf Ihre Aufgaben ab.

Cloud-Risiken: Ihr KMU bleibt verantwortlich

Wenn Sie Personendaten an einen Cloud-Dienst übergeben, bleibt Ihr Unternehmen für deren rechtmässige Bearbeitung verantwortlich. Das gilt zum Beispiel für Kundenlisten, Bewerbungen und Personaldossiers. EDÖB: Verantwortung bei Cloud-Diensten

  • Weitere Empfänger: Der Anbieter kann Unterauftragnehmer einsetzen. Sie müssen wissen, wer Ihre Daten bearbeitet und in welchen Ländern.
  • Begrenzte Kontrolle: Standardverträge lassen oft wenig Spielraum bei Speicherung, Löschung und eigenen Anforderungen.
  • Übermittlung ins Ausland: Vor dem Upload müssen die Voraussetzungen für die betroffenen Länder geprüft sein.

Diese Punkte nennt der EDÖB in seiner Cloud-Prüfhilfe. Das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG) erlaubt Cloud-Nutzung unter Voraussetzungen: insbesondere Art. 9 zur Auftragsbearbeitung und Art. 16 ff. zur Bekanntgabe ins Ausland. DSG bei Fedlex

Was nicht in einen ungeprüften Cloud-Chat gehört

  • Zugangsdaten: Passwörter und API-Schlüssel durch Platzhalter ersetzen.
  • Vertraglich geschützte Inhalte: Verbietet ein Kundenvertrag die Weitergabe von Quellcode oder Plänen an externe Dienste, gilt das auch für ein bezahltes KI-Konto.
  • Patienten- und Mandatsakten: Berufsgeheimnis und zulässige Bearbeitung vor einer externen Nutzung klären.
  • Personaldossiers: Arztzeugnisse, Lohnangaben und Bewerbungen nicht in private KI-Konten kopieren.

Das BACS warnt vor der unbedachten Weitergabe von Geschäftsgeheimnissen und Personendaten an KI-Werkzeuge. BACS: KI im Berufsalltag

Für Gesundheitsdaten und andere besonders schützenswerte Daten besteht kein pauschales Cloud-Verbot. Ein Dienst muss aber die rechtlichen und vertraglichen Anforderungen erfüllen. Kanton Zürich: Berufsgeheimnis und Cloud

Cloud-Lizenzen: Training und Speicherung prüfen

Ein persönliches Bezahlabo bietet nicht automatisch den Datenschutz eines Geschäftskontos. Entscheidend sind die konkrete Lizenz, der Vertrag und die Einstellungen.

Ist Training mit Ihren Eingaben aktiviert, schalten Sie es vor der betrieblichen Nutzung ausdrücklich aus. Bei manchen Geschäftsangeboten ist es bereits ausgeschlossen. Ohne verlässlichen Trainingsausschluss gehören vertrauliche Betriebsdaten nicht in den Dienst. BACS: Opt-out und Geschäftskonten

OpenAI API

API-Daten werden laut OpenAI standardmässig nicht zum Modelltraining verwendet; eine ausdrückliche Freigabe ist möglich. Das ist keine Nullspeicherung: Für Missbrauchsüberwachung können Inhalte standardmässig bis zu 30 Tage oder in bestimmten Fällen länger gespeichert werden. Funktionen haben zusätzliche Speicherregeln. OpenAI: API-Datenregeln

Microsoft Copilot im Geschäftskonto

Für die dokumentierten Microsoft-365-Geschäftsdienste schliesst Microsoft das Training von Basismodellen mit Prompts, Antworten und Graph-Daten aus. Inhalte werden dennoch verarbeitet und können gespeichert werden. Prüfen Sie die konkrete Lizenz und zusätzliche Dienste. Microsoft: Verarbeitung und Training

«Kein Training» bedeutet nicht «keine Speicherung». Prüfen Sie beides getrennt. Ein Hinweis im Chat wie «Bitte nicht zum Training verwenden» ersetzt weder Vertrag noch Kontoeinstellung.

Welche Lösung passt zu welcher Aufgabe?

  • Öffentliche Texte: Für einen Entwurf Ihrer Produktbeschreibung kann ein geprüftes Cloud-Angebot genügen.
  • Vertrauliche Dokumente: Für Kundenverträge, interne Kalkulationen oder Personaldossiers bietet lokale KI einen klaren Vorteil: Die Inhalte bleiben bei Ihnen.
  • Interne Besprechungen: Lokale Transkription erstellt Text und Protokollentwurf, ohne die Aufnahme an einen externen KI-Dienst zu senden.

So setzt MYNA Ihre Lösung lokal um

MYNA kann die hier beschriebenen Aufgaben vollständig lokal umsetzen: Dokumente auswerten, Fragen beantworten und Audio transkribieren. Ihre Daten bleiben dabei in Ihrem Unternehmen. Den Funktionsumfang stimmen wir auf Ihren lokalen Betrieb ab.

So starten Sie mit lokaler KI

Wählen Sie eine wiederkehrende Aufgabe: etwa Fragen zu Kundenverträgen beantworten oder Sitzungsprotokolle erstellen. Testen Sie MYNA mit einem Dokument oder einer Aufnahme, deren Inhalt Sie kennen. Prüfen Sie, ob das Ergebnis korrekt ist und Ihnen Arbeit abnimmt.

Im kostenlosen Kennenlernen klären wir die Aufgabe, die benötigten Daten und die passende Einrichtung.

Weiterführende Quellen

Rechts- und Anbieterinformationen: Stand 17. Oktober 2026. Regeln können sich ändern; massgeblich sind die anwendbaren Vorschriften und Ihr konkreter Vertrag.

Ihre Aufgabe gemeinsam anschauen

Im kostenlosen 20-minütigen Kennenlernen klären wir, ob und wie MYNA Ihnen helfen kann.

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